Die Landesinitiative "Neue Dorfmitte M-V"

Zielstellung, Idee und Hintergrund

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Sicherung der Nahversorgung

Ziel der Landesinitiative „Neue Dorfmitte M-V“ ist es, durch die Sicherung der Nahversorgung in den ländlichen Räumen einen wichtigen Teil der Daseinsvorsorge zu gewährleisten. Die Landesregierung unterstützt Investitionen in Infrastrukturen, die geeignet sind dieses Ziel zu erreichen.

Der demografische Wandel stellt unser Land vor vielfältige Herausforderungen. Dazu zählt auch die Aufrechterhaltung der Nahversorgung in den ländlichen Räumen. Demografisch bedingte Veränderungen auf der Nachfrageseite und ein Strukturwandel im Lebensmittelhandel haben zu einer Konzentration der Nahversorgungsbetriebe in größeren Orten geführt. Rund die Hälfte der Gemeinden unseres Landes hat heute keine wohnortnahe Grundversorgung mehr. Für viele, insbesondere ältere Menschen, ist aber die Möglichkeit sich vor Ort mit den Dingen des täglichen Bedarfs versorgen zu können, eine wichtige Voraussetzung, um auf dem Dorf wohnen zu bleiben. Ein Laden kann auch Anreiz sein, dort hinzuziehen, da ein Dorfladen  neben seiner Versorgungsfunktion auch einen Treffpunkt und Teil der dörflichen Lebenskultur darstellt.

Die „Neue Dorfmitte“ (NDM) soll örtliche Initiativen bei der Sicherung oder Wiederherstellung der Nahversorgung vor Ort unterstützen und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in ländlichen Räumen leisten.

Nahversorgung bedeutet dabei die Versorgung der Bevölkerung mit einem Angebot von Lebensmitteln und anderen Waren und Dienstleistungen, die täglich benötigt werden. Die Versorgung kann dabei durch einen Dorfladen (stationär) oder durch einen rollenden Supermarkt (mobil) erfolgen.

Ergänzende, auf die jeweiligen Bedürfnisse des Dorfes zugeschnittene Angebote stabilisieren die Nahversorgung und machen den Dorfladen zu einer „Dorfmitte“. Angebote können ein Café, ein Imbiss, Gesundheitsdienste, Frisör, Seniorentreff, kulturelle Veranstaltungen etc. sein.

Nach einer Testphase mit Modellprojekten (in den Jahren 2011-2014) sowie dem Wettbewerb Nahversorgung 2014 aus dem vielfältige Erfahrungen gewonnen werden konnten, ist es in der derzeitigen EU-Förderperiode möglich für Vorhaben, die den Kriterien der Landesinitiative Neuen Dorfmitte entsprechen, Fördermittel aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, kurz „ELER“ zu beantragen. Auch die mobile Versorgung  ist Bestandteil der Neuen Dorfmitte. Sie kann einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung leisten, so das Ergebnis eines vom Ministerium in Auftrag gegebenen Gutachtens.

Genauere Informationen zu den Kriterien, den förderfähigen Maßnahmen und dem Antragsverfahren können Sie dem „Leitfaden Neue Dorfmitte Mecklenburg-Vorpommern“  entnehmen. Dieser steht unter "Service" zum Herunterladen zur Verfügung.

Daneben versteht sich die Landesinitiative auch als ein Netzwerk für Dorfläden in Mecklenburg-Vorpommern, das informiert, unterstützt und dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch dient.